Wuschel und Mompf erobern Australien!

...sowie Neuseeland und Fidschi

Donnerstag, 14.02.2013 Zurück nach Hause

Nach langer Zeit hab ich es nun doch noch geschafft, einen letzten Bericht zu schreiben! Der Flug im A380 war sagenhaft, von Melbourne nach Dubai hatten wir Sitze direkt hinter einer Abtrennung, dort werden normalerweise Babybettchen befestigt. Für uns hieß das, man konnte die Beine fast ausstrecken, zudem kam das Essen zuerst, wir konnten auch bei der „Zubereitung“ zuschauen. Der Sitznachbar war auch mehr als in Ordnung, neben uns saß nämlich niemand. Das Essen sowie die Getränke waren auch sehr gut und reichlich, das Unterhaltungsprogramm so gut wie beim Hinflug. So „verflogen“ die Stunden bis Dubai, das ein oder andere Nickerchen half dabei zusätzlich. In Dubai angekommen hatten wir 3 Stunden Aufenthalt, aus dem Flughafen sind wir deshalb nicht raus sondern haben uns die Zeit in den Shops und dem MC Donalds (BigMac-Frühstück) vertrieben. Der Flug Richtung München startete pünktlich, hier hatten wir wieder „normale“ Plätze, die Flugdauer war aber auch nicht so lange und ich hab mir die Zeit hauptsächlcih mit Sudoku vertrieben. In München gelandet war schnell klar, dass der erste ICE nicht erreicht werden kann, so haben wir uns etwas Zeit gelassen und nach dem Gepäck holen uns in die nächstbeste S-Bahn Richtung Hauptbahnhof gemacht. Dort gab es Fleischkäseweck und heimisches Bier zu Traumpreisen J. Im ICE wurde die weiße Landschaft draußen bewundert, sonst gabs nicht viel zu tun. In Stuttgart hieß es  wieder umsteigen, in einen IC bis Karlsruhe, von dort mit dem ICE weiter nach Offenburg und schließlich mit der OSB nach Steinach. Da alle Züge pünktlich waren erreichten wir die Heimat bereits kurz vor 7. Dort war ein kleiner Empfang etwas hektisch organisiert worden (wie wir im Nachhinein erfuhren). Vier Mann und ein Vulkan standen zur Begrüßung bereit, es war selbstverständlich sehr schön mal wieder Freunde und Verwandte zu sehen. Wir sind dann noch kurz zu mir nach Hause wo weitere Begrüßungen auf dem Plan standen, Marcel wurde von Helga und Ralf abgeholt, ich habe mich bei Schweinebraten mit Rotkraut und Kartoffelbrei gestärkt. Danach ging der lange Tag noch etwas weiter, top-kostümiert ging es in Rose und Narrenkeller zum feucht-fröhlichen Narrentreiben bis zum frühen Morgen. Soweit so gut, die restliche Fastnacht war auch ebenfalls erfolgreich, wurde sogar ohne Krankheit überstanden, nun hat uns der Alltag wieder. Ich hab mal noch die restlichen Bilder der Heimfahrt, der Speicherplatz mit 50MB geht gerade so auf, habe nun gut 48 davon belegt. Ich hoffe ihr wart alle gut informiert und es hat Spaß gemacht die Reise zu verfolgen.

Ein dickes „Danke schön“ geht noch an:

 

-Andreas B. für wertvolle Tipps (was hätten wir nur ohne den guten alten Reiseführer LonelyPlanet gemacht?) und die Australienkarte, die nun leichte Abnutzungserscheinungen zeigt (grüne Dose steht als Dankeschön bereit).

-Thomas und Simone für den Rucksack, der auch nicht mehr nach Milch riecht^^

-Markus  für seinen Schlafsack, der vorm sicheren Frosttot rettete.

-Julia und Markus für die Unterstützung bei der Planung des Neuseelandtripps und den Reiseführer.

-Jonas für die Verteilung der Weihnachtskarten.

-Unsere Mitreisenden Tobi, Annika und Andrea für sehr schöne, abwechslungsreiche Tage im Osten Australiens.

 

Danke auch an alle die hier fleißig mitgelesen und kommentiert haben (hab auf Fasent vom ein oder anderen stillen Mitleser erfahren, auf den ich nie gekommen wäre J). Wenn alle Bilder sortiert (läuft bei mir auf rund 6800 raus) und zusammengeführt  sind gibt es noch den einen oder anderen geselligen Bilderabend mit hier nicht-veröffentlichtem (/zensiertem) Bildmaterial ;-)

Ich werde mal noch Videos hochzuladen, den Tittisong kann ich der Welt nicht vorenthalten…

Word zählt jetzt 23.250 Worte auf 39 Seiten (ohne Bilder), hab die eine oder andere Stunde mit Schreiben verbracht, mal tagsüber, mal nachts, mich über begrenztes, teures Internet oder abbrechende Verbindungen geärgert, unter Zeitdruck Bilder hochgeladen, oft auch mehrfach…. Alles in allem aber einfach jede Menge Spaß gehabt und den werde ich sicherlich auch nochmals beim Durchlesen der ganzen Seiten haben!  Punkt.

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Mittwoch, 06.02.2013 Ende Gelände

Nun ist es soweit, wir schreiben Mittwoch den 06.02.2013, unser letzter Tag in Australien. Sitzen gerade am Airport und warten aufs Boarding, nachdem ich intensiv zunächst auf Sprengstoff kontrolliert und anschließend durch einen neuen Scanner gehen durfte. Die letzten beiden Tage waren wieder recht warm, vor allem heute mit bis zu 36°C. Dienstag stand zunächst das Auflösen des Kontos an, das ging schneller als erwartet, nachdem die Pin eingegeben wurde (oder auch nicht… vergessen) hat die gute Dame am Schalter kurz im PC geklickt und die Karte zerschnitten, das wars! Danach sind wir ins Melbourne Museum, für Studenten gab es eine tolle Ermäßigung, anstelle von 10$ kostete es nix. Also rein und alles angeschaut. War sehr interessant, von Mineralien, Dinosuariern, Tieren aus aller Welt über Wald und den menschlichen Körper bis hin zur Geschichte Melbournes war von allem etwas dabei. Marcel hat etwas intensiver sich die Sache angeschaut, deshalb haben wir uns um 18Uhr am Eureka Tower verabredet. Hinzu kam Annika, mit der wir an der Ostküste einige Zeit gereist waren und die nun auch gerade in Melbourne war. So sind wir zu dritt nach kurzer Stärkung hochgefahren, haben Melbourne erst bei Tag, dann bei Sonnenuntergang und schließlich bei Nacht angesehen. Danach gings ins Hostel noch ein Abschlussbierchen trinken, teilweise wurdens zu viele… Deshalb war der heutige Tag auch zweigeteilt, ich hab mich in der Stadt verweilt und nochmal einiges angesehen, Marcel hat eher Bett, Sofa, Couch, … gehütet. Abends sind wir nun zum Flughafen und werden in einer Stunde abheben. Ich hoffe auf einen angenehmen Flug, mal sehen was der A 380 so kann. Bis demnächst in  Deutschland!

Für Bilder reicht die Zeit grad ninmer, it´s Boarding Time!

PS: Weizen kalt stellen nicht vergessen

 

 

Grüße Simon und Marcel

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Montag, 04.02.2013 Superbowl

Sodela, ein weiterer Tag geht zu Ende, viel gemacht haben wir heute nicht. Zunächst stand nachts der Flug an, Auto abgeben ging so schnell, dass wir beim einchecken noch warten mussten, bis er geöffnet hat. Im Flieger sitzend passierte eine halbe Stunde erstmal nichts, dann kam eine Durchsage des Piloten, dass er etwas von einem Mechaniker gecheckt haben möchte. War dann wohl in der Toleranz, mit einer Stunde Verspätung konnten wir dann abheben, unterwegs wurde etwas unbequem geschlafen. Nach gut 3 Stunden sind wir dann gelandet, aufgrund der Zeitverschiebung war es in Melbourne bereits halb 8 morgens. Wir sind dann zu unserem Hostel gelaufen und haben dort den SuperBowl verfolgt. Zunächst eine Stunde Vorberichte, dann das eigentliche Spiel. Marcel hat den Flug nicht ganz so gut verkraftet und ist nach einiger Zeit weggedämmert, irgendwann nach der Halbzeitpause war er dann wieder fit. Das Spiel lief für Baltimore ziemlich gut, sie lagen weit vorne, San Francisco konnte in  der spannenden Schlussphase aber noch gewaltig aufholen, für den Sieg hat es aber nicht mehr gereicht. Im Hostel war es ganz gut zu schauen, mit Bier aus dem Pitcher und rund 30 anderen Leuten hat das Spaß gemacht, Beyonces Halbzeitshow war auch nicht zu verachten. Nach dem Spiel, das aufgrund eines Stromausfalls im Stadion noch länger als normal dauerte, war es dann nachmittags gegen 4Uhr. Mich haben Zeitverschiebung, Spiel und Bier dann auch fertig gemacht und ich bin kurz abgelegen, danach ging ich noch eine Runde laufen (natürlich im St.Albert Park, wo mittlerweile Tribünen und Absperrungen für die Formel 1 aufgebaut werden). Soweit der Montag, morgen geht es dann auf Souvenirjagd und unsere (nicht genutzten) Konten bei Westpac auflösen. Hab mal noch ein Bild von der super Aussicht aus unserem Hostelzimmer, hat eine astreine Veerkehrsanbindung :-)

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Sonntag, 03.02.2013 Alpinerfahrungen Down Under und die perfekte Welle

Nachdem der Ranger und 7$ pro Nase abgeknöpft hatte und unsere Nachbarn mit ihrem gepanzerten Gefährt abgezogen sind, haben wir unsere Rucksäcke gepackt und uns für den  Toolbrunup Peak Walk entschieden. Laut Beschreibung Kategorie 5 von 6 Schwierigkeitsstufen, 4km lang und 3-4h zu laufen, sollte eigentlich kein Problem sein. Der Einstieg war noch sehr sehr angenehm, eine Wanderung durch den Wald im Schatten leicht ansteigend. Das erste Drittel war so schnell passiert, danach wurde es immer steiler und auch steiniger. Nach 45min haben wir dann eine längere Pause eingelegt und uns auf das letzte Drittel vorbereitet. Dieses bestand aus großen Steinen, über die hinweggestiegen werden musste, dadurch wurde der Weg länger und länger, steil wars ohnehin sodass man völlig durchgeschwitzt war. Ich war dann froh, irgendwann den Gipfel zu sehen, hatte mir zwiscghendurch mal überlegt aufgrund der Höhe umzukehren. So standen wir nach knapp 2 Stunden auf dem 1057m hohen Gipfel, der den Namen wirklich verdient hat, da es in alle Richtungen ordentlich runter geht und konnten die Aussicht über das flache Land in der Umgebung genießen und einige Fotos schießen. Der Abstieg war auch nicht gerade einfach, ging dann aber deutlich schneller als hinauf.

Nach dieser Tour sind wir weitergefahren, an einer Windmühle vorbei (warum die da steht weiß ich nicht), vorbei an einem Salzsee und weiter zum Wave Rock. Dies ist ein Fels in Form einer Welle, bei dem die Musterung auch noch perfekt passt. Ich konnte auf dieser perfekten Welle endlich mal unfallfrei meine Surfkenntnisse zum Besten geben, hab mindestens 5min ununterbrochen gesurft. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir noch in einer Höhle gewesen, wo sich ddie ältesten Zeichnungen von Aborigines befinden sollen, sind hauptsächlich Handabdrücke die etwas an Kindergartenzeitn erinnern. Unser Zelt haben wir abends an einem Feldweg aufgebaut, leider hat es aufgrund von sehr stürmischen Bedingungen die Nacht nicht schadfrei überstanden, eine Stange ist gebrochen, mal sehen ob das noch umtauschbar ist. Heute ist Sonntag und wir sind zurück nach Perth gefahren, haben an einem Teil des Hasenzauns der mal quer durch Australien gebaut wurde uns informiert, noch ein obligatorisches Känguruschildbild gemacht und sind dann ins Hostel, wo geduscht, gewaschen, gegessen und ausgeruht wurde für den Flug zurück nach Melbourne. Dieser steht heut Abend kurz nach halb 12 an, jetzt ist es halb 9. Ich werde dann wieder aus Melbourne berichten wie der Flug(hab diesmal vorsichtshalber mich mit Chips eingedeckt) und wie der SuperBowl war, den wollen wir nach der Landung quasi zum Frühstück anschauen. Bis dann, viele Grüße nach Hause und wo man sonst noch mitliest!

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Freitag, 01.02.2013 Naturspektakel an der Küste

Die Küste ist wirklich atemberaubend gewesen. Wir haben den kleinen Nationalpark südlich von Albany komplett abgeklappert. Zunächst zu The Gap, eine „kleine“ Felsspalte, wo man von oben das Wasser weiter unten donnern hört und die Wellen gegen die Steinwände schlagen (tolles Schild am Geländer das musste ich ablichten). Dann, einen Steinwurf entfernt die Natural Bridge, eine große Brücke aus Stein, ebenfalls ziemlich gewaltig wie man am Bild erkennen kann. Die Blowholes, aus denen bei ausreichendem Wellengang Wasser mit hohem Druck nach oben schießt, hatten an dem Tag leider Betriebsruhe, da gabs nix zu sehen außer den herrlichen Sandstränden. Auf dem Rückweg haben wir noch kurz an einem Windpark angehalten, war auch ziemlich windig in der Gegend. Anschließend gings in die Stadt nach Albany, in der Bibliothek wurde imn Schnelldurchgang diverse Internetgeschichten erledigt (30min 3$ mussten reichen),dieselbe Zeit hat mir fast für mein 500 Teile Puzzle gereicht, aber nur fast. In der Stadt ist noch das Modell eines Segelschiffes ausgestellt, das die ersten Siedler in die Region brachtee, dort musste selbstverständlich noch etwas geschauspielert werden. Nach einem kurzen Einkauf 5 nach 6, danke an die freundliche Frau im Wooli (18.00 ist normal Schluss) gabs noch den Dog Rock und eine 150km Fahrt in die Stirling Ranges, ein Nationalpark in dem wir unser Zelt für die Nacht aufgeschlagen haben.

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Mittwoch, 30.01.2013 Dicke Dinger

Heute Morgen hab ich zunächst mich 2 Stunden an den Laptop gesetzt, um euch die Erlebnisse der letzten Tage zu schildern, ich war um 5 wach und hatte deshalb genügend Zeit. Nach dem Frühstück haben wir dann unseren Karri-Rundweg fortgesetzt und sind zu den Beedelup Falls gefahren. Wie so oft war auch hier zu wenig Wasser, sodass von Wasserfällen nix zu sehen war. Ein Stück weiter sind wir wieder auf eine unbefestigte Straße und der rund 10km gefolgt, danach wurde ein Spaziergang von 1,5km angehängt, um Sanddünen zu sehen. Diese überragten die nicht gerade kleinen Bäume um einiges, waren also beeindruckend. Höher als der dritte und höchste bekletterbare Karribaum im Nationalpark waren sie aber nicht, Marcel ist da wieder hoch und hat Chinesen getroffen, die in luftiger Höhe von 60m ein kleines Picknick gemacht haben (die spinnen die Chinesen, ich kann sowas nicht nachvollziehen). Bei den Cascades fehlte wieder Wasser, sodass die Stromschnellen trockengelegt waren. Danach sind wir nach Nannup gefahren und haben weitere riesige Karribäume angeschaut, diesmal nicht in der Höhe groß sondern im Umfang. Die meisten sind allerdingss in der Mitte ausgebrannt, irgendwie schaffen es die Überlebenskünstler aber trotzdem weiter zu bestehen. Der breiteste hatte einen Umfang von 16m, etwas zu groß um ihn zu umarmen. Im nahe gelegenen Valley oft he Giants gibt es einen Tree Top Walk, der bis auf 40m in die Bäume führt. Die Plattform hat ziemlich geschwankt, mein Magen auch, ich war dann schneller wieder unten als ich nach oben gebraucht habe. Nach diesem kleinen Adrenalinschub (für mich zumindest) sind wir noch den Ocean Beach am Rande der Stadt anschauen und danach weiter zu unserem Tagesziel gefahren, der Stadt Abingdale?. Hier wurde auf dem Campingplatz die erste Dusche seit X-Tagen genommen, ich war damit es sich noch mehr lohnt noch eine Runde joggen und hätte mich beinahe verlaufen, musste bei einer Militärschule oder sowas in der Art zweimal durch die Tore klettern. Morgen wird hier ganz in der Nähe die Küste aufgesucht, mal schauen was der Tag sonst noch so bietet. Bis dann Grüße und bis bald.  

Bilder versuch ich mal späer hochzuladen, das Internet auf dem Campingplatz ist dermaßen schlecht, dass ich in einer Stunde gerade mal die Texte  konnte und in meine Mails lesen konnte... Die nächste Bibliothek ist sicher nicht weit.

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Mittwoch, 30.01.2013 Der leicht „verrückte“ Mitwoch

Der Mittwoch wurde in Ballingup begonnen, wo die Bewohner vor den Häusern Vogelscheuchen, Riesenpilze, Skulpturen aus Schrott und sogar Giraffe und Gorilla vor ihren Häusern hatten. Ich war mal so mutig und habe dort zwei Postkarten versendet, bin mal gespannt ob und wann diese ankommen. Nachdem wir einen Birnbaumpfad entlanggegangen sind (sehr alte Birnbäume) und von den Schafen fast weggemääääht wurden gibgs weiter in Richtung Boyup Brook, dem Countrymusikzentrum Westaustralien. Dort hat ein Herr namens Harvey Dickson ein laut Reiseführer „herrlich überzogenes“ Country Music Centre, für sowas fahren wir natürlich mal gerne die 50km Umweg. Die erste lustige Sache war gleich der Parkplatz, wo ein altes Auto als Parkplatzschild dienste. Danach mussten wir Klingeln (mindestens 4 Sekunden lang da Harvey schlecht hört wie wir später von ihm erfuhren), ich bin etwas erschrocken als eine Sirene runterging! Harvey hat uns dann herzlich empfangen, ein Countrymusicfan durch und durch. Er hat uns in eine Halle geführt, die mit unfassbar vielen Dingen geschmückt ist und wo das jährlich stattfindende Musikfestival steigt. Von Telefonen, über Fahrräder, Autoteile, Waschmachinen, Bierreklame,….. bis hin zu einem „Regenwald“ den er als letztes gebaut hat gibt’s da drin an jeder Wand und der Decke was zu sehen. Zudem stehen, geschützt durch Gitterstäbe je eine aus Sand geschnitzte Skulptur von Elvis und Johnny Cash. Wir wurden durch den doch recht rustikalen Backstagebereich geführt, wo schon zahlreiche Größen der Australischen Countrymusik sich aufhielten (die wir natürlich nicht kennen) und Harvey zeigte uns am Radn der Bühne einen Platz, wo ab und an Schafe geschert werden, da das viele Leute seiner Aussage nach nicht kennen (woher auch?). Nach dieser sensationellen Halle kann man nicht mehr viel erwarten, falsch gedacht, sein Heiligtum bei ihm im Haus ist ein Zimmer, in dem allerlei Sammelsurium von Elvis und Johnny Cash die Wände und Decken zieren, hauptsächlich Schallplatten, von denen er einige neben alten deutschen Liedern vorgespielt hat extraklasse! Harvey hat sich danach verabschiedet und gemeint wir sollen noch den Hügel hoch, dort oben gabs dann einen weitläufigen Platz mit Bühne und eine Rodeoarena  für das im Oktober  stattfindende, 3-tägige Rodeo. Lustig waren dort die 13,5m hohen Gittaristen aus Baumstämmen und der Gum Boot Hill. Alles in allem ein Gesamtkunstwerk was sich der Typ dort geschaffen hat. Danach mussten wir uns erstmal stärken und haben in Bridgetown 3 ordentliche Steaks mit Zwiebeln gegrillt, bevor es weiter Richtung Süden ging. An der Strecke haben wir beim Diamonds Tree angehalten, ein 59m hohen Karribaum (Eukalyptussorte), den man hoch klettern kann. Er wurde früher und wird heute noch sporadisch als Aussichtpunkt für Buschfeuer im Sommer genutzt, die restliche Zeit dient er Touristen als kleine Mutprobe. In den Baum sind Metallstangen gebohrt auf denen man leiterähnlich hochkraxeln kann, einzige Sicherung ist ein Weidezaun an der Seite. Ich hab das dann in Angriff genommen, einige Möchtegernfotos geschossen und bin schnell wieder runter, 3m hoch bin ich sicher gekommen. Marcel ist dann anschließend ganz rauf, war nach seiner Aussage aber auch teilweise grenzwertig, die Aussicht muss aber toll gewesen sein. Unser nächstes Ziel war die Stadt Pemberton, hier haben wir in der Touristinfo eine Karte zum „Karri Forest Explorer Drive“ geholt und uns erneut eine Kneipe zum Akku laden gesucht, dieses mal bei Cola und Bier. In Pemberton gibt’s den Gloucester Tree, genau wie der Diamonds Tree nur 62m hoch, der Ablauf war dann auch wieder ganz ähnlich wie oben. Der Karri Forest Explorer Drive windet sich 80km durch die Karribäume, an der Strecke gibt es immer wieder Schilder mit Erklärungen. Da es langsam dunkel wurde haben wir Gas gegeben und, einen kurzen Stopp beim Big Brook Dam (der gar nicht big ist), dem Warren River Cedar (dort kann man Vöglen und Fröschen lauschen) und dem Big Karri (großer Baum an dem man nicht klettern kann wie wir erfahren mussten) eingelegt. Passend zum Tag stand anschließend ein Känguru vor uns auf der Straße und ist nicht einfach in den Busch gesprungen, sondern hat die Straße bevorzugt. Wir sind dann hinterher gefahren und haben Videos gedreht, das Känguru wollte einfach nicht von der Straße, überholen war natürlich auch nicht möglich. So ist es dann 5!!! Min lang mit 40 Sachen vor uns hergesprungen, zwischendurch mal etwas langsamer geworden und einmal fast im Straßengraben umgekippt ;-), bis es endlich eine Lücke in den Busch gefunden hat. Wir waren dann auch am nächsten Ziel, „Giblett“, wo Naturschützer erfolgreich die Rodung des Waldes zugunsten eines Hotels verhindern konnten. Dort haben wir vermutlich „unser“ Känguru im Gestrüpp sitzend wiederentdeckt, zumindest war dieses so am Ende, dass es keine Anstalten gemacht hat zu fliehen. Nach dieser Tour sind wir noch etwas über die Schotterpiste geheizt und haben wieder einen Campingplatz im Busch ganz für uns allein gefunden, wo uns beim Vesper immerhin noch eine Maus besucht hat. Soviel zum verrückten Mittwoch, ist mehr geworden als gedacht, war aber auch mehr los als erwartet, dann passt das wieder.  Wir haben noch eine Woche bis zum Abflug, ab und an wird als mal überlegt was zu Hause zuerst gemacht wird (momentaner Favorit: Weizen trinken).

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Dienstag, 29.01.2013 Leckereien im Weingebiet

Der Dienstag begann, von der Nacht leicht eingerostet, mit Frühstück und anschließender Fahrt nach Margaret River (eines der Topweinbaugebiete Australiens) zur Touristinfo. Nachdem wir eine detailliertere Karte der Region geholt haben sind wir zu einer kleinen „Genusstour“ aufgebrochen, zunäcsht wurden verschiedene Käse in einer  Cheese Facory studiert, die waren aber nicht der Bringer. Danach weiter zu Nuts & Cereals, einem kleinen Betrieb, wo Müsli hergestellt wird. Dort konnte man sich durch die Zutaten futtern, ich hab mir „Gabis Müsli“ geholt, ist ne leckere Mischung mit Haferflocken, Erdnüssen, Rosinen, …. Nächster Stopp war eine Schokofabrik, dort wurden wieder (zu viele) Schokolinsen vertilgt und dem Personal beim Herstellen der Osterhasen über die Schulter geschaut. Im nahe gelegenen Weingut gab es außer Wein noch Schokolikör, der war aber für meinen Geschmack etwas zu stark. Zudem haben wir dort Olivenöle mit verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Knoblauch, Limette, Blutorange getestet, keine Ahnung wofür man das teilweise benötigt, lecker waren sie aber alle. Den Abschluss bildeten köstliche Marmeladen und Brotaufstriche, in dem Laden könnte man sich locker ein paar Tage durchfuttern! Nach 2 weitere kurzen Weinproben bei Weingütern direkt auf unserer Strecke sind wir weier südlich gefahren und haben uns einer Führung durch die Jewel Cave angeschlossen. Diese dauerte eine Knappe Stunde, die Höhle an sich war richtig klasse, die Erklärungen unserer Führerin teilweise aber etwas dürftig (hab mich dann voll und ganz aufs Fotografieren konzentriert). Am Cape Leeuwin, südwestlichster Punkt Australiens (wir kommen in vielen Ecken rum), wollten wir den dortigen Leuchtturm besteigen, ausgerechtnet an diesem Dienstag erwartete uns aber ein Schild, dass dies aufgrund von Asbestarbeiten nicht möglich ist. So sind wir zum Wasserrad, das den Leuchtturm lange Zeit versorgte und nun seit längerer Zeit nicht mehr läuft und haben den Leuchtturm aus der Ferne abgelichtet. Nach einem Kurzstopp bei einem weniger tollen Lookout oberhalb Augustas sind wir noch etliche km ins Landesinnere gafahren. Bei Nannup wurde in einer Kneipe Guiness und Lagerbier getrunken und nebenher Billard gespielt. Der eigentliche Grund für den Besuch waren aber unsere Digitalkameras, die mal wieder nach Strom geschrieen haben. Abends sind wir in der Nähe von Ballingup am Blackwood River auf einem Campingplatz untergekommen, der schon viel bessere Zeiten erlebt haben muss. War noch ne Nummer dürftiger als die Nacht zuvor, zudem haben uns hier die Mücken ziemlich zerstochen. Positiv war nur das es wieder nix gekostet hat, für nix kann man aber auch nix verlangen oder?

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Montag, 28.01.2013 An der Küste entlang in Süden

Die Abfahrt hat sich wie immer um eine halbe Stunde verschoben… Wir sind dann auf dem Bunburry Highway direkt nach Bunburry gefahren und haben im Dolphin Discovery Centre uns umgeschaut. Neben einer halbstündigen Führung wurden auch Schildkröten, Fische und ein Oktopus gefüttert. Delfine konnten wir am Strand leider nicht sehen, dafür waren wir zu spät dran, zur richtigen Zeit kann man dort neben den Delfinen durchs Wasser waten. Wir haben das dann als 3D-Film angeschaut und im „Dolphinarium“, ist wie ein Planetarium, die Aufzucht eines Delfins und eine Haiattacke virtuell verfolgt. Busselton war der nächste Halt, der dortige mit 1841m länge längste Steg der südlichen Hemisphäre ist vor einigen Jahren abgebrannt, für 27 Mio. $ wurde der 1865 erbaute Jetty aber wieder hergerichtet. Aufgrund der Länge kann man mit einem kleinen Zug dort vorfahren. Da Marcel etwas Schlaf benötigte und mir ein Spaziergang etwas zu öde erschien, bin ich auf den Leuchtturm und habe mir das Ganze von oben angesehen. Am Cape Naturaliste, nordwestlicher Zipfel etwa 40km entfernt von Busselton gab es einen Leuchtturm zu bewundern, ich hab mich gegen die Führung entschieden und lieber eine 1-stündige Wanderung unternommen. Diese führte einmal rund um den Leutturm, mit wundervoller Aussicht aufs Meer und vorbei an einem Punkt, an dem die Wale auf ihrer Reise 2mal jährlich Rast einlegen. Da hier Hochsommer ist waren natürlich keine da, der einzige der sich noch immer ausruhte war Marcel im Auto ;-). Gemeinsam haben wir danach die sehr schöne Eagle Bay und den Rocky Point angesehen. Einige Ziele wurden aufgrund verpasster Abfahrten an der malerischen Küstenstraße verpasst, die Schilder sind (ganz im Ernst, wir können nichts dafür) wirklich viel zu klein und der Maßstab unserer Karte zu groß. Immerhin den Punkt, an dem die „Georgette“ gesunken ist, haben wir erreicht. Da es langsam aber sicher dunkel wurde, mussten wir einen Campingplatz suchen, fündig geworden sind wir im Leeuwin-Nauraliste National Park, wo auf dem Compto-Campingplatz übernachtet wurde. Hat (da die Ranger alle mit Waldbrandprävention (gibt’s das Wort? Oder komm ich jetzt in Duden?) beschäftigt sind nix gekostet, dafür gabs außer einem Plumpsklo und immerhin einem Gasherd auch nix dort. Die Nacht wurde deshalb auf bretthartem Boden verbracht, Heringe haben wir weggelassen, das war aussichtslos.

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Sonntag, 27.01.2013 Fremantle

Nachdem das mit dem Blog schreiben bis halb 4 gedauert hat, hab ich für meine Verhältnisse mal richtig lange geschlafen, war dann kurz nach 9 las ich meine Perthrunde joggen in Angriff genommen habe. Nach Frühstück und Duschen bin ich zu Perth Mint, dort wurde bis in die 90er Jahre Gold in Barren gegossen und werden bis heute 2 Cent Münzen geprägt. War absolut faszinierend, zu sehen gabs das zweitgrößte noch existierende Goldnugget der Welt, man konnte einen 12,5kg Goldbarren im Wert con rund 200000$ halten, ein Barren wurde live gegossen, dann war da noch eine Goldbarrenausstellung und die größte Münze der Welt, Wert 1.000.000$, mit einem Gewicht von genau 1Tonne. Man konnte sich noch in Gold aufwiegen, ich bin 2,7 Mio.$ Wert (glaub aber kaum, dass das jemand bezahlen würde Lachend). Leider durfte man aus Sicherheitsgründen im Inneren leider keine Bilder machen. Anschließend bin ich mit dem Zug nach Fremantle gefahren, etwa eine halbe Stunde südlich von Perth. Ist eigentlich eine eigene Stadt, mittlerweile aber mit Perth zusammen gewachsen. Dort habe ich mir das Gefängnis angeschaut, bin über den Markt geschlendert, am Pier entlang gelaufen und habe die wunderbaren viktorianischen Gebäude abgelichtet. Im Maritimmuseum gabs noch eine Sonderausstellung zur Arktis, danach bin ich wieder zurück zum Hostel, das Australian Open Finale der Herren, Djokovic vs. Murray, anschauen. Nach 2 hochklassigen Sätzen gings relativ schnell, der „Joker“ hat sich das Ding geholt. Abends haben wir zusammen noch Pasta mit Soße gegessen und dann bin ich zeitig ins Bett. Heute wollen wir um 9 hier los und nach Bunburry fahren, da unten sollen einige Delfine sich rumtreiben, wir werden sehen. 

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